Reisen

Fettlebe I Ein Sommer in Schweden

Anmerkung: Im Folgenden gibt es zu lesen, was ich in Schweden [abgesehen von Hej und Skål!] gerlent habe. Wer darauf hofft, dass ich erzähle, warum uns die Nachbarn am ersten Morgen leicht unentspannt einen Besuch abstatteten während wir bei Sonnenschein gemütlich auf der Terasse am Frühstückstisch saßen und was ein nächtlicher Spaziergang damit zu tun hat; was neben einem Weinglas in diesem Urlaub noch zerbrochen ist; warum R. am letzten Abend ins Lagerfeuer fiel und was ich beim Ablegen der Fähre zurück nach Deutschland dachte – nun, wer das erwartet, der wird enttäuscht. Es gibt da nämlich eine Regel:

 Was in Schweden passiert, bleibt in Schweden.

 

Was ich in Schweden gelernt habe
  • Holz sägen und hacken macht richtig Spaß! Man sollte jedoch stets darauf achten, währenddessen Arbeitssicherheits-FlipFlops zu tragen. Übrigens: Auch ein durchgebrochener Axtstiel gibt der Sache keinen Abbruch – Duct Tape kann einfach alles retten.

  • Aufessen ist kein Garant für gutes Wetter. Es sollte trotzdem kein Tag ohne Tzatziki vergehen. Außerdem heißt es natürlich „braten“, nicht „grillen“ und generell gilt: „Immer rinn in‘ Müscher“. Kuchen aus selbstgesammelten Blaubeeren schmeckt einfach wunderbar und frische Pilze sind auch durch nichts zu ersetzen.

  • Wandern, ab auf und ins Wasser! Sofern das Wetter einigermaßen mitspielt: raus in die Natur! Wandern fetzt, das weiß ja hoffentlich jeder. Und wer es noch nicht weiß, sollte es schleunigst ändern. Und auch Kanu und Motorboot auf einem der hundert Seen in Schweden fahren, ist großartig. Ein Tipp jedoch: Am besten erst den Motor testen, bevor man das Seil vom Poller abmacht – aus Gründen.

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  • Astrid Lindgren ist und bleibt Kult. Bei schlechtem Wetter vorm Kamin sitzen und „Wir Kinder aus Bullerbü“ lesen oder „Michel aus Lönneberga“ schauen, hat in Schweden gleich noch viel mehr Charme. Und [wenn auch kein Werk von Astrid Lindgren] der Film „Bierfest“ ist auch wirklich großes Kulturgut.

  • Man sollte viel häufiger Spiele spielen. Jenga zum Beispiel.
  • Das beste Lagerfeuer-Lied ist und bleibt „The Calling – Wherever You Will Go“.

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  • Elsterglanz ist der perfekte Begleiter für lange [und kurze, für eigentlich alle] Fahrten. Und bei „5 Kilo Prinzenrolle“ ist jeder nach einmal Hören textsicher!

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  • Schweden sind können ziemlich verrückt sein. Würdet ihr euch für 10 Flaschen Bacadi [Ürgs.] eine Eule tätowieren lassen, die eine Sprechblase mit dem Wort „Fettlebe“ ziert? Also ich hab da jemanden kennen gelernt…
  • Harald und Henning sind die Coolsten im Älgpark. Elche füttern ist ein Erlebnis und dank ausreichend Elch-Spucke ein bleibendes noch dazu. 🙂

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  • Schöne Menschen entstellt nichts. Bunte Mützen, schräge Sonnenbrillen und T-Shirts, Elch-Unterhosen – geht alles. Nur, ob ein Winnfield- oder Oberlippenbart wirklich das Nonplusultra ist, sei mal dahingestellt.

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Vielen Dank ihr wunderbaren Menschen für grandiose zwei Wochen und dafür,
dass ihr Chaoten noch immer in meinem Leben seid.

 
P.S.: Wer selbst einmal mit der Familie oder Freunden nach Schweden möchte, dem kann ich diese Ferienhäuser ans Herz legen.

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2 Comments

  • Reply Jimena 12. Januar 2016 at 8:04

    So viele tolle Bilder, das sieht ja nach einem richtig gelungenen Trip aus!

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

    • Anna
      Reply Anna 27. April 2017 at 22:20

      Lieben Dank! Es war in der Tat einfach großartig.
      Viele Grüße, Anna

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