Gedanken, Schöne Dinge

Welche Geschichten erzählt dein Zimmer? I Gewinnspiel

„Man sieht, dass du vorhast, hier nicht sesshaft zu werden.“ „Woran?“ „Es hängen keine Bilder an der Wand. Du könntest einfach Kisten packen und weg.“ So in etwa lief ein Gespräch mit einem Schulfreund ab, der mich Anfang des Jahres in meiner (mittlerweile alten) WG besucht hatte.

Wir bleiben doch immer länger, als wir denken

Und tatsächlich, er hatte Recht. Ich hatte nicht vor, dort Wurzeln zu schlagen. Schon beim Einzug im Oktober hatte meine Mitbewohnerin mir gesagt, dass sie planen würde, zum Ende des Jahres aus Leipzig wegzuziehen. Weil – außerhalb meines Zimmers – die gesamte Einrichtung von ihr war, stand für mich fest: Wenn sie umzieht, werde ich es auch. Aus geplanten zwei gemeinsamen Monaten ist letztlich ein ganzes Jahr geworden. Ein ganzes Jahr ohne Bilder an der Wand. Ein ganzes Jahr ohne Vorhänge. Denn in meinem Hinterkopf schwirrte immer der Gedanke: Ach, wir ziehen eh bald aus, das lohnt doch nicht.

Ich fühlte mich nicht unwohl in meinem alten Zimmer, aber während ich in Leipzig mit jedem Tag mehr ankam, passierte das in meinen eigenen 4-Wänden nicht so recht. Deshalb stand schon vor dem Umzug in die neue WG der Plan: Ich möchte ankommen in diesem Zimmer. Egal, ob ich wieder nur ein Jahr oder sogar nur ein halbes dort wohnen würde. Ankommen. Mit Vorhängen. Und Bildern an der Wand. Denn seien wir ehrlich: Wir bleiben doch immer länger, als wir denken.

Mittlerweile ist der letzte Umzugskarton ausgepackt. Ich habe mir langersehnte Weinkisten und eine neue Kommode gekauft. Und auch Vorhänge sind an der Wand. Genauso wie Bilder.

Tausend Geschichten auf zwanzig Quadratmetern 

Als meine Eltern mir kürzlich einen Besuch abstatteten, sagte meine Stiefmama, ihr würde das Fahrrad gut gefallen, das nun einen Platz auf der neuen Kommode gefunden hat. „Ist aus Indonesien.“, hatte ich geantwortet und noch im selben Moment gedacht, wie verrückt es doch ist, wie viele Geschichten sich in einem Zimmer vereinen.

Klar, betritt man ein Zimmer, so sieht man manche Eigenschaften und Interessen einer Person auf den ersten Blick. Das Zimmer meines Freundes nenne ich beispielsweise liebevoll „Fahrradwerkstatt“. Im Sommer hatten sich dort zwischenzeitlich drei Fahrräder an der Wand und im Zimmer versammelt. Und so haben wir doch alle etwas, das man sofort erkennt: Die Vorliebe für Mode durch den großen Kleiderschrank, das Kind in uns durch das Kuscheltier auf der Bettdecke oder das Interesse an Musik durch die Konzertkarten-Sammlung an der Pinnwand.
Aber die Geschichten, die dahinter stecken, die sieht man nicht auf den ersten Blick.

Die Polaroid-Kamera sagt zum Beispiel nicht nur, dass ich gerne fotografiere. Sie erzählt auch die Geschichte, wie Eric und ich uns kennen gelernt haben. Dass ich meinen 25. Geburtstag mit einer Kehlkopfentzündung verbrachte und dadurch – statt für Eric (der zu diesem Zeitpunkt gerade mit der Aida über die Meere schipperte) den 21. November in Fotos festzuhalten, den Tag mit viel Tee und einem dicken Schal im Bett verbrachte.

Die „Ich-versteh-die-Frage-nicht“-Postkarte kennt auch mehr als diesen Satz. Sie kann davon berichten, wie es dazu kam, dass dieser Satz so ein Running Gag wurde und davon wer sie mir geschenkt hat. Und wann. Und was ein Überraschungsbesuch in Dresden damit zu tun hat.

Der Spiegel in meinem Zimmer, über den gibt es auch mehr zu sagen als dass er von Ikea ist und jeder ihn hat. Da gibt es diese Geschichte, wie mein Bruder und ich ihn mit dem VW Polo nach Hause transportiert haben. Tetris Olé, Verkehrsbeobachtung Ade.
Die große Decke auf meinem Bett, das ist nicht nur eine Decke. Das sind 2,20m x 2,40m, die mich stetig an eine tolle Zeit in Braunschweig erinnern, in der ich mehr bei einer Freundin als irgendwo anders gewohnt habe…

Das könnte ich ewig so fortsetzen. Es gibt einfach tausend Geschichten auf diesen zwanzig Quadratmetern. Eine möchte ich noch mit euch teilen:

Ein paar der Bilder, die nun an meinen Wänden hängen oder im Zimmer stehen, sind von Posterlounge (Übrigens ein Unternehmen aus Leipzig. Ach Leipzig.). Und werden mich fortan an meinen Blog erinnern und die Geschichte von meiner ersten Kooperation erzählen. 🙂  Der „she believed she could so she did“-Druck*, der Fuchs* und der Vogel* und ein weiteres tolles Bild* (dieses, das noch auf seinen Rahmen wartet) schmücken fortan mein Zimmer. Schön, schön, schön!

Und welche Geschichten erzählt euer Zimmer? I Gewinnspiel

Und auch ihr könnt etwas davon haben: Zu gewinnen gibt es einen 20€ Gutschein von Posterlounge. Mit dem ihr euch nicht nur ein (oder mehr) hübsche Bilder an die Wand bringen könnt, sondern vielleicht bald auch eine neue Geschichte in eurem Heim willkommen heißt. Was ihr tun müsst, um zu gewinnen:

Hinterlasst mir bis zum 31.12. einen Kommentar [denkt im Kommentarfeld an eine gültige Emailadresse] und verratet mir doch, welche Geschichte euer Zimmer erzählt, was niemals Einzug in eure 4-Wände erhalten wird oder welchen Einrichtungswunsch ihr euch gerne mal erfüllen möchtet. Ich bin gespannt! 

*Prints von Posterlounge: Kooperationssamples / Vielen Dank!

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7 Comments

  • Reply Miri 18. Dezember 2016 at 16:15

    Was bei mir niemals einziehen darf: Ein Fliesentisch 😀 Gibt’s die eigentlich noch zu kaufen?

    LG Miri

  • Reply shadownlight 18. Dezember 2016 at 19:42

    Hallo, so hat jedes Stück in einem Zimmer seine Geschichte und das finde ich absolut toll :).
    Liebe Grüße!

  • Reply Anna 19. Dezember 2016 at 19:59

    In meinem Zimmer erzählen die vielen Dinge ums Thema Katze viel über mich und die Bücher natürlich! Ich wollte schon immer eine wirklich schöne und ausgefallene Lampe im Zimmer und auf keinen Fall kommt bei mir ein Fahrrad ins Zimmer! Das finde ich so schrecklich 😉 Liebe Grüße, Anna

  • Reply Anna 19. Dezember 2016 at 20:03

    Ein toller Beitrag! Über mich erzählen die ganzen Dinge ums Thema „Katze“ viel und die Bücher. Ich wollte schon immer mal eine richtig schöne, ausgefallene Lampe haben. Auf keinen Fall kommt mir ein Fahrrad ins Zimmer. Das finde ich so schrecklich. Liebe Grüße, Anna 🙂

  • Reply Lisa Haifisch 19. Dezember 2016 at 20:12

    Oh, mein Zimmer erzählt nach elf Jahren viele Geschichten. Wie aufgeregt ich hier eingezogen bin, in mein erstes eigenes Reich. Wie ich studiert habe, Bewerbungen geschrieben, meine Hochzeit vorbereitet, alles für meinen kleinen Sohn… und über die vielen Besucher, die hier übernachtet haben. Jetzt werde ich ganz wehmütig, in ein paar Wochen ziehe ich hier nämlich aus 🙁

  • Reply Juliane 22. Dezember 2016 at 0:24

    Ganz toller Beitrag 🙂
    Viele liebe Grüße
    Juli von Lebenlautundleise

  • Reply Manuela 29. Dezember 2016 at 19:55

    Hallo, ich habe einen großen Bezug zu Rehen und Hirschen und würde das gern durch (ein neues Poster ;)) oder andere Dekoelemente in meinem Zimmer zum Ausdruck bringen Allerdings würde ich auch gern meiner Oma bei der Umgestaltung ihrer Wohnung unterstützen und ein wenig Farbe an die kühlen Wände bringen.
    Liebe Grüße!

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