Januargedanken

Januargedanken

Es ist Winter. Und für mich, auch ohne Schnee, zu kalt. Während ich klirrend durch die Kälte spaziere, denke ich an Fanny (Name von der Redaktion geändert).

Winter, achte Klasse, Pausenhof.
Jemand äußert sich aus der Ferne abfällig über Fannys neue UGG-Boots. Zurück zu unserer Gruppe drehend, sagt Fanny daraufhin: „Na, mir gefallen die ja auch nicht. Also, ich finde die auch echt nicht schön. Aber sie sind nun mal gerade einfach Trend.“

Ich, die wirklich keine Ahnung von Trends hatte und hat und sich damals wie heute vor allem nach dem Motto „Ist es bequem, ist es gut“ kleidet, dachte in diesem Moment: Okay, schräg. Sie trägt Schuhe, für schlappe 150€, die ihr nicht gefallen. Weil sie äh Trend sind?

Heute, beim Spazierengehen, denke ich immer noch als erstes: Ja, schräg! Und dann aber auch, dass es ihr immerhin bewusst ist. Dass sie sich dafür entscheidet, dazu steht, es ausspricht.

Ich meine, wie oft tun wir Dinge, weil (wir glauben, dass) andere sie erwarten. Weil uns das eben gut zu Gesicht stehen würde. Weil wir dann irgendwie dazu gehören.

Es „gehört“ sich so und „dazugehören“ – vielleicht nicht ohne Grund so wortverwandt?

Was ist eigentlich gerade Trend, klärt mich auf! Und wann wird es endlich Frühling?

 

Mehr Dinge, die mir über den Weg gelaufen und dann nicht mehr aus dem Kopf gegangen sind, gibt es gerade übrigens hier: instagram.com/lebenahoi

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achtung, eine durchsage: lassen sie ihr leben nicht unbeaufsichtigt