Was eigentlich mal in den Lebenslauf müsste…

Was eigentlich mal in den Lebenslauf müsste…

Die Sonne scheint auf die blau-weiße Landhausküche. Hier, wo die Fenster immer glänzen. Meine Augen fliegen über das Ortsblatt. Die neusten Neuigkeiten aus der Stadt, die eigentlich ein Dorf ist.

Neben der Anzeige vom Trödelladen fällt mein Blick auf die Ergebnisse der örtlichen Fußballmannschaft.
„Wow!“, entfährt es mir.
„Hast du das aktuelle Torverhältnis der Frauenmannschaft entdeckt?“, schmunzelt mein Papa.
„Mhm, könnte auch als Handballergebnis durchgehen.“

Es war noch lange nicht Ende der Saison und die Mannschaft hatte ein Torverhältnis von 5:81 auf dem Papier..

Das kam mir wieder in den Sinn als eine Freundin vergangene Woche von einem Gespräch erzählte. „Was eigentlich mal in den Lebenslauf müsste“, darüber hatte sie sich unterhalten. „Einen Pullover selbst gestrickt haben, zum Beispiel. Oder eine Geburt ohne Schmerzmittel ausgehalten“, waren ihre spontanen Gedanken.

Bei diesem Torverhältnis immer wieder auf dem Platz auftauchen, zum Training, zum Spiel gehen – daran dachte ich als erstes. Teamgeist, Disziplin, Sportswille, Frustrationstoleranz, Optimismus. Da könnte eine Menge drin stecken.

Genauso wie vielleicht: Nach vier Absagen noch die fünfte und sechste Nummer wählen, auf der Suche nach einem Therapieplatz. Oder: Beim Entwirren von verknoteten Ketten keinen Tobsuchtsanfall bekommen.

 

Mehr Dinge, die mir über den Weg gelaufen und dann nicht mehr aus dem Kopf gegangen sind, gibt es gerade übrigens hier: instagram.com/lebenahoi

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achtung, eine durchsage: lassen sie ihr leben nicht unbeaufsichtigt