Schubladenstecken

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Gut, dass sich meine Freundin heute verspätete. Sonst hätte ich wohl nicht die Kopfhörer in die Ohren gesteckt. Wäre nicht noch etwas durch Gohlis spaziert. Und wäre wohl nicht an der Apotheke vorbei gekommen, die schnell meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Obwohl, vielmehr war es die Außenreklame, der (einztige?) Name der Apotheke.

Schwarzes Klebeband verdeckte ein Adjektiv zwischen „Die“ und „Apotheke“.

Die Zeit ließ es zu, also blieb ich stehen. Kniff die Augen zusammen, nutzte das Licht von links und rechts, kombiniere und wusste dann: Die „preiswerte“ Apotheke hatte da gestanden. Nun, es stand immer noch da – nur „preiswert“ dezent überklebt.

Ich musste schmunzeln. Dachte, was für eine schöne Erinnerung das sei, daran, dass es okay ist, seine Meinung zu ändern. Sich zu ändern, wenn man denn wollte.

Hab überlegt, welches Label ich mir in der Vergangenheit wohl mal gegeben habe, von wem es Zeit sein könnte, es (zumindest für eine Weile) zu überkleben. Sicherheitsbedürftig vielleicht?

 

Mehr Dinge, die mir über den Weg gelaufen und dann nicht mehr aus dem Kopf gegangen sind, gibt es gerade übrigens hier: instagram.com/lebenahoi

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achtung, eine durchsage: lassen sie ihr leben nicht unbeaufsichtigt